Auswirkung des Clusterkopfschmerz-Syndroms auf die Arbeitswelt und Arbeitsbelastung: prospektive multizentrische Querschnittsstudie

Bereits vor 11 Jahren haben wir eine Studie über die Auswirkungen von CKS auf die Arbeitswelt gemacht.

Nun hat eine koreanische Arbeitsgruppe dieses wichtige Thema endlich auch untersucht und kommt zu den analogen Feststellungen, wie wir sie damals auch gemacht haben.

Hier nun eine Zusammenfassung der koreanischen Arbeit:

Impact of cluster headache on employment status and job burden: a prospective cross-sectional multicenter study.

Choi YJ, Kim BK, Chung PW, Lee MJ, Park JW, Chu MK, Ahn JY, Kim BS, Song TJ, Sohn JH, Oh K, Lee KS, Kim SK, Park KY, Chung JM, Moon HS, Chung CS, Cho SJ. Impact of cluster headache on employment status and job burden: a prospective cross-sectional multicenter study J Headache Pain. 2018 Sep 3;19(1):78.

Methoden:

Die Studie war Teil des Koreanischen Clusterkopfschmerz Registers. CKS-Patienten wurden von September 2016 bis Februar 2018 in 15 koreanischen Kliniken rekrutiert. Ebenso wurden alters- und geschlechtsentsprechende Kopfschmerzkontrollgruppe (Migräne oder Spannungskopfschmerz) sowie kopfschmerzfreie Personen in die Studie eingeschlossen. Alle Teilnehmer füllten dabei einen Fragebogen aus, der Fragen zur Arbeitssituation wie z.B. Arbeitsverhältnis, Arbeitszeiten, krankheitsbedingten Abwesenheiten, Beeinträchtigung der Arbeitsleistung, Zufriedenheit mit der Arbeitsstätte usw. enthielt.

Ergebnisse:

Die Autoren untersuchten 143 Cluster-Kopfschmerz-Patienten und verglichen sie mit einer Gruppe von 38 Kopfschmerzpatienten (Migräne oder Spannungskopfschmerz) und 52 kopfschmerzfreien Kontrollpersonen.

Der Anteil an beschäftigten Arbeitnehmern war in der Clusterkopfschmerz-Gruppe niedriger (67,6%) als in der Kopfschmerzkontrollgruppe (84,8%) und der kopfschmerzfreien Kontrollgruppe (96,1%).

Die CKS-Patienten erfuhren sehr viel häufiger Schwierigkeiten am Arbeitsplatz (CKS-Gruppe 84,8% vs. Kopfschmerz-Gruppe 63,9% vs. Kontrollgruppe 36,5%)  und benötigten auch mehr krankheitsbedingte Abwesenheiten (CKS-Gruppe 39,4% vs. Kopfschmerz-Gruppe 13,9% vs. Kontrollgruppe 3,4%).

Unter den Clusterkopfschmerz-Syndrom-Patienten konnte festgestellt werden, daß die krankheitsbedingten Abwesenheiten vom Arbeitsplatz offenbar  mit dem Erstauftrittsalter (25,8 a vs. 30,6 a), der Schwere der CKS-Attacken (visuelle Analogskala 9,3 vs. 8,8) und  der täglichen Rhythmik korreliert sind.

Keine signifikanten Korrelationen wurden  bezüglich des Geschlechtes, des Alters und der Verlaufsformen gefunden.

Die Autoren stellen fest, daß CKS-Patienten  erheblichen Belastungen am Arbeitsplatz ausgesetzt sind.

Der obenstehende Text steht im vollständigen Wortlaut kostenlos als pdf-Datei zum Download zur Verfügung:

pdf Download Auswirkung des Clusterkopfschmerz-Syndroms auf die Arbeitswelt und Arbeitsbelastung: prospektive multizentrische Querschnittsstudie


Kontakt:

Dr. Harald Müller
eMail harald.mueller@clusterkopfschmerz.de

Bundesverband der
Clusterkopfschmerz-Selbsthilfe-Gruppen (CSG) e.V.
Clemensstr. 37, D-52525 Waldfeucht